Fast-Track-Darmchirurgie


Moderne Kolonchirurgie bei Darmkrebs oder Darmentzündung

 "Fast Track" heißt schnelle Schiene. Nach dieser Methode führen Prof. Dietmar Simon, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie, und Prof. Jörg Meyer, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin im BETHESDA Krankenhaus, Darmoperationen bei Dickdarmtumoren oder Darmentzündungen durch.

 

Erstaunlicher Erfolg

Die Patienten haben kaum noch Schmerzen und sind sehr schnell wieder hergestellt. Die moderne Kolonchirurgie im Fast Track-Verfahren arbeitet grundsätzlich anders als früher. Patienten, egal welchen Alters, liegen einen Tag nach der großen Bauchoperation nicht mehr im Bett, sondern sitzen im Stuhl. Sie können essen und machen stehend Bewegungsübungen – das war bislang undenkbar.

 

"Eine Revolution ist im Gange"

Prof. Simon erklärt: "Wir haben erkannt, dass viele frühere Komplikationen wie Wundheilungsstörungen oder das Aussetzen der Darmbewegungen hausgemacht waren. Die Patienten wurden durch die Maßnahmen, die eigentlich als Schonung gedacht waren, zusätzlich geschwächt. Langes Nüchternsein und im Bett liegen, ein leerer Darm schon Tage vor der OP, all das war der Heilung abträglich."

 

Jetzt bekommen die Patienten bis zur Operation noch Tee. Kurz danach dürfen sie schon wieder essen und trinken. Über einen winzigen Schlauch im Rückenmarkskanal wird mit Hilfe einer kleinen Pumpe kontinuierlich ein Schmerzmittel gegeben. Der Patient kann selbst die Dosis erhöhen. Einen Tag nach der Operation geht es schon für acht Stunden aus dem Bett. "Es ist Wahnsinn, wie schnell ich nach dem Eingriff wieder fit war", berichtet eine 77-jährige Patientin. "Der Krankengymnast kam und sagte, er wolle versuchen mit mir ein paar Bewegungsübungen zu machen, dabei war ich da schon zweimal die Treppen rauf und runter gelaufen!"

 

Das BETHESDA Krankenhaus war bundesweit eines der ersten Häuser, in denen das Fast Track-Verfahren angewendet wurde. Minimal invasive Chirurgie und Fast Track-Kolonchirurgie, zusammen mit modernem Anästhesiemanagement, senken die allgemeine Komplikationsrate auf unter 10%.